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Abkoppelung - Nachdenken über die neue deutsche Frage

10,30 

inkl. 7 % MwSt.

ISBN: 837222
Seiten: 220
Autor: Henning Eichberg
Herausgeber: Bublies, S
Erscheinungsdatum: 01.01.1970

Die neue deutsche Frage ist nicht mehr die alte. Warum, wieso, weshalb? In kreisenden Bewegungen nähert sich dieser Band der Aktualität der nationalen Frage in Deutschland. Was ist die nationale Indentität allgemein vor dem Hintergrund des industriellen Rassismus und vor dem Horizont des Exterminismus, des massakrierenden Staats, der massakrierenden Konzerne? Wenn der Totalitarismus des 21. Jahrhunderts auf uns zukommt: Welche Hoffnungen liegen dann in einer nationalen „Balkanisierung für jedermann“, im Weg zu kleineren Einheiten? Der Hauptinhalt nationaler Demokratie, so ergibt sich aus einem historischen Durchgang, ist nicht Einhiet (im Großstaat), sondern Vielfalt und Abkoppelung.

Es geht aber auch wider das patriotische Mißverständnis der nationalen Frage. Der Blickdes Vaterlandes ist ein solcher der geraden Linien: Ordnung schaffen und Grenzen befestigen, Einheit herstellen und Strategien planen, mehr produzieren und wirksam kolonisiersen. Das Volk aber lebt in den krummen Linien der Dialekte, der Regionen und der alltagskulturell einander überlappenden Lebensformen. Hat die nationale Identiät einen matriachalen Kern? Ist es gerade dies, das Volkliche, das im 21. Jahrhundert als Gegenkraft gegen den industriellen Totalitarismus Gewicht erhält?

Eichberg setzt die Diskussion um die nationale Frage der Deutschen fort. Seine Thesen sind provozierend und wenden sich gegen so manches rechte Mißverständnis. Er stellt nationale Identität gegen das machtstaatliche Interesse, das Volkliche definiert er als demokratisch und emanzipatorisch. Zugleich sind seine kultur-relativistischen Überlegungen ein engagiertes Plädoyer für die Abkoppelung Deutschlands von multinationalen Großstrukturen.

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